Asymmetrisch tonischer Nackenreflex (ATNR)

Der ATNR entsteht ab der 18. Schwangerschaftswoche und spielt

eine aktive Rolle beim Geburtsprozess.

Bei einer Kopfdrehung des Fötus/Säuglings, strecken sich Arm und Bein

der Gesichtsseite und die Hand öffnet sich, während sich die Gliedmassen

der Kopf abgewandten Seite anwinkeln.

Der ATNR hilft den Muskeltonuns und homolaterale Bewegungen zu entwickeln und fördert die

Augen-Hand-Koordination.

Bleibt der Reflex oder Reste davon über die natürliche Zeit von 3. -max. 9. Lebensmonat aus bestehen, muss das Kind bei Kopfdrehungen ständig gegen unerwünschte Bewegungen ankämpfen, was viel Kraft, Energie und Konzentration absorbiert.

Mögliche Auswirkungen bei einem unreifen oder nicht vollständig gehemmten ATNR:

  • Gleichgewichtsproblem bei Kopfdrehung zur Seite

  • Barriere beim Überkreuzen der Körpermittellinie

  • erschwerte Kreuzmusterbewegungen

  • schwache Augen-Handkoordination

  • Visuelle Wahrnehmungsprobleme, insbesondere bei symmetrischen Darstellungen

  • Legasthenie oder Lese-Rechtschreibe-Schwäche

  • Unbequeme Schreibhaltung, langsames Schreiben, starker Stiftdruck

  • Schwierigkeiten in der rechts-links-Unterscheidung

  • wechselnde Lateralität

©Sally Goddard Blyth

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